



Gruppenstundentipps
Gruppenstundenvorschläge aus "Mädchen mischen mit" - Arbeitshilfe zur Kindermitbestimmung
Rückblick
Material: evtl. Papier und Stifte
Die Wichtel oder Pfadis malen, basteln oder suchen Symbole, Gegenstände für etwas, was in letzter Zeit besonders viel Spaß mit dieser Gruppe gemacht hat. Sie stellen sich ihre Bilder, Werke oder Symbole gegenseitig vor, und die Gruppe kann so richtig in Erinnerungen schwelgen.
Die Frage kann auch auf "was war nicht so toll" erweitert werden. Dann sollte in der Gruppenstunde aber auch genügend Zeit sein zu überlegen, was die Gruppe gemeinsam verändern will.
Gruppenbilder
Material: Diverses, je nach Darstellungsart
Eine Stammesversammlung wird besonders interessant und lebendig, wenn sich alle Gruppen auf eine kreative Art und Weise vorstellen.
Möglichkeiten, sich als Gruppe vorzustellen, gibt es viele:
Typisches aus dem Gruppenleben kann als Rollenspiel, Pantomime, Schattentheater, Sketch, Gedicht, Lied, Kabarett, Wandbild, Skulptur, Kunstwerk, Comic, Video, Zeitung, Puppentheater, Müllobjekt, Märchen, Steckbrief mit Fotos, als Collage oder mit Dias dargestellt werden.
Wunschstammesleiterin
Material: großes Papier, Buntstifte
Die Mädchen malen eine Wunsch-Stammesleiterin.
Prinzessin gesucht
Die Gruppe möchte gerne ein kurzes Theaterstück mit Prinzessin, Königin, Förster, Frosch und Hoffnarr spielen.
Die Gruppenleiterin gibt vor, dass die Besetzung der Rollen durch Wahlen entschieden werden soll.
Die Mädchen müssen sich einigen: Wer für welche Rollen kandidieren soll (offen/geheim) und wie sie die Wahlen durchführen wollen (Wahlleiterin).
Idee aus dem Altersstufenprogramm der Wichtel "Zirkus"
Wo gibt es Wichtel?
Überlegt euch, wie ihr andere Wichtelgruppen kennen lernen könnt.Schreibt einer anderen Wichtelgruppe einen Brief.
Vorschläge aus der Zeitschrift GirlGuide zum Thema "Na und - behindert ist kein Grund"
Blinde Erbsenpflücker
Auf dem Fußboden werden getrocknete Erbsen verteilt. Alle ziehen Schuhe und Strümpfe aus und verbinden sich die Augen. Die Spielerinnen gehen im Raum umher und sammeln die Erbsen ein, auf die sie treten. Gewonnen hat, wer nach einer bestimmten Zeit die meisten Erbsen vorweisen kann.
Tast-Sinnes-Garten
Die Spielerinnen bekommen die Augen verbunden und sollen sich an einem Seil entlang tasten. Unterwegs befinden sich Gegenstände aus unterschiedlichen Materialien in verschiedenen Größen, die ertastet werden sollen. Während der Wanderung durch den Raum ist es still. Erst nachdem die letzte Spielerin am Ende angekommen ist, können Erfahrungen ausgetauscht und die einzelnen Gegenstände noch einmal angeschaut werden. Dieses Spiel eignet sich auch hervorragend als Vorbereitung für das nächste Spiel. Dann stimmt am besten die zu ertastenden Gegenstände auf die folgende Mahlzeit ab und nehmt zum Erfühlen Teller, Tassen, Besteck, ein Gurkenglas, Brot, Servietten oder einen Spülschwamm her. Natürlich kann jetzt auch blind der Tisch gedeckt werden.
Vorschlag aus der Zeitschrift GirlGuide zum Thema "Berufs- und Lebensplanung"
Berufe raten
Material: Tesa, Filzstifte, DIN-A4-Papier, Informationen zu Lehrberufen
Ablauf: Alle bekommen ungesehen (!) einen Streifen Tesa-Crepp auf die Stirn geklebt, auf dem ein Beruf steht (v.a. Lehrberufe). Nun bewegen sich alle im Raum und erraten durch gegenseitiges Befragen den eigenen Beruf. Erlaubt sind nur Fragen, die mit Ja oder Nein zu beantworten sind. Wer den eigenen Beruf errät, darf sich setzen.
Tipp: Bei den Berufen darauf achten, sowohl leicht als auch schwierig zu erratende Berufe dabei zu haben und vor allem auch für Mädchen untypische Berufe darunter zu mischen (z.B. Mechanikerin).
Plenum:
Anschließend wird besprochen, wie es den Einzelnen ergangen ist, warum etwas besonders witzig war (z.B. ein Mädchen ist Bauingenieurin) oder besonders schwer zu erraten (z.B. Kartolithographin). Unbekannte Berufe werden gemeinsam besprochen. Nachfragen, was es mit den untypischen Berufen auf sich hat. Es ist ganz wichtig, Hinweise darauf zu geben, dass absichtlich schwer zu erratende Berufe dabei waren, um darauf aufmerksam zu machen, wie wenig Berufe eigentlich bekannt sind.
Ideen aus der MAGMA - Methodenkartei zur Ausbildung von Gruppenleiterinnen in der Mädchenarbeit
Aufbau und Aktionsebenen der PSG
Methode: Alle Teilnehmerinnen erhalten kleine Karten, auf die sie das schreiben sollen, was nach ihrer Meinung strukturell zur PSG gehört (von der Gruppe bis...) und welchen Organisationen die PSG zuzuordnen ist.
Die Karten werden in die Mitte gelegt, einzeln vorgelesen, sortiert.
Dann versucht die Gruppe aus diesen Karten einen Stammbaum zu bauen. Dieser wird aufgehängt.
Dauer: ca. 1 Stunde
Material: Karten, Stifte, Plakatkarton, Klebstoff
Rollenspiel zu Frauenverhalten - Männerverhalten
Die Gruppe bekommt die Anweisung verschiedene alltägliche Situationen nachzuspielen, z.B.:
- legt euch wie Männer an den Strand
- legt euch wie Frauen an den Strand
- begrüßt euch wie zwei Frauen, die sich begegnen
- begrüßt euch wie zwei Männer, die sich begegnen
Anschließend erfolgt ein Austausch, evtl. anhand von Leitfragen: "Wie habe ich mich als Mann/Frau gefühlt?"
Dauer: ab 45 Minuten
4-Ecken-Reflexion
Methode: Alle Teilnehmerinnen stehen in der Mitte des Raumes. Jede Raumecke steht für eine Meinung: ja - nein - weiß nicht genau - ist mir egal. Einzelne benennen eine Situationseinschätzung des vergangenen Tages (z.B. Ich fand die letzte Einheit anstrengend, aber auch wichtig). Alle nehmen daraufhin ihre Position im Raum ein. Nachfragen (z.B. warum stehst du da?) sind möglich.
Dauer: 15 - 20 Minuten
Material: für draußen Eckmarkierungen